Umwelt
Tierwelt

Mit der Umwelt zusammen leben lernen

Die moderne Gentechnik hat uns gezeigt, wie nah verwandt alle Lebewesen und auch Pflanzen auf dem Planeten Erde miteinander sind. Nur wenige Gene unterscheiden den Menschen von anderen Säugetieren und selbst zwischen Mensch und Pflanze gibt es mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Es mag viele gute (und vor allem leckere) Gründe geben, Fleisch zu konsumieren, doch die Erkenntnis, dass wir die Mitbewohner unseres Planeten verspeisen, hat schon zu manchem fleischlosen Tag geführt.

Wenn wir unseren Planeten retten, dann retten wir zunächst einmal uns selbst. Auch wenn wir unsere technologische Entwicklung für noch so fortschrittlich halten, Tests für längere Raumfahrten haben gezeigt, wie schwierig es ist, ein künstliches Ökosystem am Laufen zu halten, in dem der Mensch weder gesundheitlichen, noch seelischen Schaden nimmt. Der Mensch ist einfach nicht dafür geschaffen, in einem künstlichen Umfeld zu überleben und benötigt seine Einbettung in das natürliche Gleichgewicht dieses Planeten.

Baum
©Andreas Mettler
Manchmal hält sich der Mensch für schlauer als er ist: Es mag absurd anmuten, wenn Politiker beschließen, das Klima des Planeten Erde um „nur“ zwei Grad Celcius steigen zu lassen, angesichts des schieren Unwissens über die Entwicklung und Vorhersage des Klimas. Es ist leicht, das Wetter des kommenden Wochenendes vorherzusagen, aber das Klima unsers Planeten ist gewiss viel komplizierter als es die schlichte Formel „Kohlendioxid gleich Klimaerwärmung“ audzudrücken vermag. Und doch sind die Schlüsse, die aus dieser Vereinfachung gezogen werden, sicherlich weder für den Planeten, noch für uns und unsere tierischen und pflanzlichen Mitbewohner, ein schlechter Rat. Wenn es uns gelingt, unsere Energieversorgung weitgehend auf erneuerbare Energien umzustellen, dann bricht nicht nur in ökologischer, sondern auch in wirtschaftlicher Hinsicht, ein neues Zeitalter an. Denn Wind und Sonne müssen nicht immer wieder erneut gefördert werden, wie dies bei den fossilen Energiequellen der Fall ist, eine Photovoltaikanlage und ein Windrad werden auch morgen wieder neue Energie liefern, wenn denn die Sonne scheint oder der Wind weht.

Ein Elektroauto ist nicht in jedem Falle ein Gewinn für die Umwelt. Dies hängt davon ab, aus welchen Energiequellen das Auto geladen wird. Dabei genügt nicht allein die Zusage, dass die Batterie des Fahrzeuges ausschließlich von Ökostrom energetisiert worden ist. Denn was nützt diese Tatsache, wenn im Gegenzug zu diesem zusätzlichen Energieeinsatz ein anderer Energiebedarf dann aus fossilen Energiequellen gedeckt werden musste? Nur der konsequente Ausbau an Energiequellen für den Ökostrom kann in der Zukunft den Weg in eine glaubwürdige Elektromobilität weisen. Wir alle können unseren Beitrag dazu leisten, sei es auf dem eigenen Hausdach mit einer Photovoltaikanlage, einer guten energetischen Dämmung der Wände eines Hauses oder durch das simple Energiesparen, dem sich auch ein Mieter nicht verschließen sollte.

Tiere sind unsere nächsten Verwandten auf diesem Planeten und oft schon hat sich gezeigt, dass Menschenfreunde auch die besten Tierfreunde sind. Haustiere sind oft die besten Seelentröster und auch ein gutes Mittel gegen Einsamkeit und Langeweile. Doch Tiere haben nicht nur den Zweck, dem Menschen dienlich zu sein, sie haben auch eigene Bedürfnisse und eine oft hochkomplexe Persönlichkeit, der es Respekt gegenüber zu bringen gilt. Und doch spricht die Tierwelt nicht notwendigerweise die Sprache des Menschen. Wer sich ein Tier zulegt, der sollte auch lernen, die Sprache der Tiere zu erlernen. Der simple Spruch: „Eine Katze ist halt unerziehbar“ sollte niemals gelten, vielmehr ist es erforderlich zu ergründen, warum sich ein Tier so verhält, wie es den Bedürfnissen eines solchen neuen Freundes entspricht und zu verstehen, warum die Tierwelt dazu neigt, sich manchmal auf eine Weise Geltung zu verschaffen, die den Menschen manchmal überhaupt nicht begeistert.

Das 21. Jahrhundert scheint von einem ökologischen Umdenken bestimmt zu sein und es ist sicherlich kein Fehler, wenn Deutschland in diesem Zusammenhang eine Vorreiterrolle übernimmt. Zugegebenermaßen sind die Ziele der ökologischen Wende sehr hoch gesteckt und kommende Wirtschaftskrisen werden mitbestimmen, ob diese tatsächlich erreicht werden können. Aber wenn dies gelingt, dann soll dies nicht nur eine Chance für Europa sein, sondern für die ganz Welt, die dann die Botschaft kennt: „Der Umstieg ins ökologische Zeitalter ist möglich und wirtschaftlich zu stämmen!“